Informationen zu Namibia

Bevölkerung

>> Vorstellung Organisationen Hilfe für Namibia e.V.

sundown2Buschmann bzw. San
Urbevölkerung, Herkunft unbekannt, leben seit ca. 20 000 Jahren im gesamten Subkontinent, zählen nicht zu den schwarzen Afrikanern, relativ klein, helle Hautfarbe, wenig Haarbewuchs. Sprechen die uralte so genannte Klicksprache, unterteilt in 7 Gruppen mit verschiedenen eigenständigen Dialekten. In Namibia sind unsere Partner die Hai//kom, (teilweise Angola Flüchtlinge), aus dem Caprivi die sog. Wasserbuschleute die !Kung, die Khwe, die Naros, die Ju/’hoansi.

Damara, wahrscheinlich aus Nordafrika eingewandert, negroiden Ursprungs, haben eine Khoi-Sprache, ähnlich der San.
Jäger mit kleineren Viehherden und Gartenbau, verstehen sich seit Alters her auf das Schmelzen und Schmieden von Metallen.

Nama, ursprünglich mit San verwandt, haben heute noch verwandte Sprache und ähnliches Erscheinugnsbild, ab dem 16. Jhd. als viehzüchtende Nomaden im südl. Namibia, ein berühmter Anführer im Unabhängigkeitskampf gegen die Hereros war Hendrik Witbooi.

Rehobother-Baster sind hellhäutig, sprechen Afrikaans, ließen sich bei Rehoboth nieder. Riefen eigene Republik aus. Ihre Gruppe entstand durch die Verbindung von Weißen - meist Holländern - und Nama-Frauen.

Coloureds, Farbige, sprechen Afrikaans, oft gut ausgebildet in vielen Berufsgruppen, stammen aus der Kap-Provinz.

Tswana, kleine Bevölkerungsgruppe heller Hautfarbe, leben in Farmgemeinschaften um Gobabis.

Ovambo, mit etwa 700.000 die Hälfte der Gesamtbevölkerung, kamen ab 1550 aus Ostafrika. Betreiben Ackerbau und Viehzucht, gelten als fleißig und vielseitig. Stellen die mit Abstand meisten Regierungsmitglieder.

Herero, wanderten vor einigen Jahrhunderten ein. Seit etwa 1550 am Kunene. Stolzes Volk, gute Viehzüchter. Herero-Frauen tragen eine wilhelminische Tracht mit bunten Gewändern und breiten Hüten, welche Kuhhörner symbolisieren.

Himba, trennten sich von den Herero, leben noch traditionell im Kaokoland, Frauen bemalen sich mit roter, meist aus rotem Sandsteinmehl und mit Fett vermischter Farbe.

Kavango, leben am Grenzfluß Okavango, ernähren sich von Fischfang, Viehzucht und Anbau von Mais, Sorghum und Hirse. Unterstamm der Ovambo.

Caprivianer, leben im Caprivi-Zipfel, benutzen die traditionellen Einbäume auf Okavango und Zambezi.

Topnaar, kleines Volk, lebt am Kuiseb-Fluß bei Swakopmund.

Die ersten Weißen waren Durstlandtrekker, meist Holländer (Buren), die von den Engländern im 18. Jh., nach Norden gedrängt, Namibia erreichten und oft erst nach jahrelangen Wanderungen ansiedelten. Mit dem Beginn der Kolonialherrschaft, also ab 1880, kamen viele deutsche Siedler ins Land. Später auch einige Engländer und Portugiesen, welche aus Angola flüchteten.

Die Deutschen kamen als Missionare Anfang des 19. Jh. nach Südwestafrika. Ab 1885 wurde das Land zum deutschen Schutzgebiet erklärt, was mit einer Einwanderung deutscher Siedler einherging. Die meisten der heutigen 20.000 deutschstämmigen Namibier sind deren Nachkommen und sprechen erstaunlich gut deutsch. Trotz der großen Entfernung vom Mutterland sind sie bemüht, ihre kulturellen Wurzeln zu pflegen. Die wilhelminischen Kirchen, Villen und Geschäftshäuser in Swakopmund und Lüderitz zeugen davon. Viele Deutsche betreiben hauptsächlich Viehzucht oder haben sich erfolgreich in anderen Wirtschaftsbereichen etabliert.



In den letzten Jahren kommen immer mehr Chinesen, auch andere Asiaten ins Land und machen mit ihren Billigprodukten den einheimischen Erzeugnissen starke Konkurrenz.


Bevölkerung 2005:

Schwarze, 86 %
(davon knapp 50% gehören zum Stamm der Ovambo, 9 % Kavango, 7 % Herero, 7 % Damara, 5 % Nama, 4 % Kaprivianer, 3 % San,2 % Rehobother-Baster, 0,5 % Tswana)

Weiße: 6,6 % (2 % deutschsprachig)

Mischlinge: 7,4 %

Geschätzte Angaben aus dem Jahre 2005, die aber je nach Betrachtungsweise zu anderen Ansichten führen - können.